Asien und Europa
Hemp
Die widerstandsfähigste Naturfaser — und eine der genügsamsten.
Auch bekannt als: Hanf
Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen für Textilien; Funde reichen mehrere Jahrtausende zurück. Genutzt wird die Bastfaser aus dem Stängel, die aufwendig gelöst, gebrochen und gesponnen wird.
Die Pflanze wächst schnell und dicht, unterdrückt dabei Beikraut und kommt in der Regel ohne Pestizide aus. Ihr Wasserbedarf liegt deutlich unter dem von konventioneller Baumwolle.
Neue Hanfkleidung fühlt sich fester an als Baumwolle. Das ist Absicht: Die Faser bricht mit dem Tragen auf und wird über Monate weich, ohne ihre Festigkeit zu verlieren.
Eigenschaften
- Festigkeit
- sehr hoch — nass sogar fester als trocken
- Klima
- atmungsaktiv, temperaturausgleichend, nimmt Feuchtigkeit auf
- Geruch
- wirkt von Natur aus geruchshemmend
- Licht
- gute natürliche UV-Beständigkeit
- Anbau
- wenig Wasser, in der Regel ohne Pestizide
Pflege
- Bis 30 °C waschen, mildes Waschmittel, keinen Weichspüler (er legt sich auf die Faser).
- Nicht in den Trockner — Lufttrocknen erhält die Struktur.
- Falten dürfen sein; sie glätten sich beim Tragen weitgehend von selbst.
Woran du es erkennst
Hanfstoff hat einen matten, leicht kühlen Glanz und fällt schwerer als Baumwolle. Zwischen den Fingern gerieben klingt er hörbar trockener.